Lieber Leser, auf diesem privaten Reiseblog berichte ich über meine Erlebnisse und Eindrücke die ich auf meinen Reisen gemacht habe.

Wie es schon Goethe formulierte "Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen." Für mich ist Reisen, die Welt zu erkunden und sich treiben zu lassen. Neues zu entdecken und Horizonte zu erweitern.

Viel Spass beim lesen. Euer Jean-Pierre

Dienstag, 12. Juli 2016

Heimfahrt 5. Tag Stella Alpina

In der Nacht hatte es stark geregnet. Auch hatten wir noch ein Gewitter das über den Zeltplatz hinweg ging. Doch zum Glück hörte der Regen so gegen 4 Uhr auf. Um 5 Uhr war Erwin bereits wach und konsultierte den Wetterbericht. Und der sah nich schlecht aus. Regen erst gegen Mittag von Nordwesten kommend. Kurz nach 6 Uhr sind wir Biker dann aus dem Zelt gekrochen wollten wir doch die Heimfahrt so lange wie möglich bei schönen Wetter geniessen. Die Zelte und unser Habe war relativ schnell verpackt und auf der GS verstaut. Zmorgen? Nicht so wie in den letzten Tagen. Es gab ab 7.30 Uhr die bestellten Croissant mit Kaffee im Zeltplatz-Restaurant. Auch unsere Zelt-Nachbarn waren ebenfalls bereit mit Ihren Motorräder die Heimreise anzutreten. Erwin und ich entschlossen uns auch die Autobahn zu benutzten um schneller voranzukommen. Wir fuhren in der Rhone-Ebene Richtung Brig, Obergoms, über den Furkapass nach Andermatt dann über den Oberalppass, Ilanz bis nach Salums bei Laax.




Dort machten wir einen Kaffeehalt bei Marianne und Silvia. Erwin war froh, dass wir einen Halt in Salums machten. Waren wir doch seit einigen Stunden unterwegs. Bis jetzt hatten wir Glück mit dem Wetter. Wir hatten einiges zu erzählen und so haben wir nicht gemerkt wie die Zeit verging. Einen besorgten Blick zum Himmel mahnte uns, dass wir dringend weiter fahren sollten. Denn es sah sehr nach Regen aus. Als wir losfahren wollten, begann es bereits zu regnen an. Also haben wir uns die Regenklamotten angezogen. Das war nötig, denn es regnete unaufhörlich bis wir wieder zu Hause angekommen sind. Ich um ca. 16 Uhr Dietlikon und Erwin um 18 Uhr in München.

Die Stella Alpine Tour war für mich ein besonderes Erlebnis. Das Erlebte auf der Fahrt zum Cole de Sommeiler und die Zeit mit Erwin. Wir hatten viel zu erzählen, haben viel erlebt, Spass gehabt. Ich konnte von den Erfahrungen die Erwin auf all seinen Touren und Offroad-Trainings gemacht hat viel mitnehmen. Auch haben wir schon Pläne für eine Wiederholung geschmiedet. Ich freue mich darauf.

Montag, 11. Juli 2016

Heimfahrt 4. Tag Stella Alpina

Nach einer verregneten Nacht sind wir so gegen 8 Uhr aus dem Zelt gekrochen. Unsere Zelte waren auch dementsprechend nass. Doch die Sonne hatte schon seine Strahlen auf den Zeltplatz ausgestreckt, sodass wir mal die Blache abmontierten und zum Trocknen an die Sonne legten. Leider hat Erwin gestern nicht auf mich gehört und seine Croissants bestellt. So hatte es keines mehr für ihn. Ich hatte wieder mein Müsli. Dazu gab es noch einen Kaffee aus dem Beutel. Erwin begnügte sich nur mit einem speziellen Tee aus dem Beutel.
Nachdem wir unsere Zelte abgetrocknet und unsere Sachen auf der GS verstaut haben machten wir uns auf den Weg. Doch nach einer kurzen Fahrt führte mich mein Navi in eine falsche Richtung. Sofortige Intervention von Erwin der uns wieder auf die richte Richtung brachte. Auf einem Teil des Route des Alpes sind wir über den Col de L'Iseran, durch Val-d'Isère, über den Col du Petit Saint-Bernard wo wir uns kurz verpflegten, durch den Tunnel du Mont-Blanc, Martigny bis nach Sitten gefahren.



 Müde sind wir auf dem Zeltplatz gefahren. Es waren doch einige Kilometer die wir bei schönsten Wetter auf kurvigen Strassen unterwegs waren. Landschaftlich einfach nur schön. Bei der Anmeldung haben wir bereits die Croissants für den Zmorgen bestellt. So kommt Erwin doch noch zu seinem Croissant. Auf dem Zeltplatz wurden wir von einem holländischen Ehepaar mit Kaffee und Kuchen begrüsst. Nach einer Pause haben wir uns mit dem Aufstellen der Zelte beschäftigt. Kaum waren wir fertig damit gesellten sich auf dem Platz nebenan zwei weitere Motorradfahrer aus Deutschland dazu. Diese waren auch auf der Stella Alpine. Sie berichteten uns, dass sie auf der Hinfahrt zum Zeltplatz in einen heftigen Regen gekommen sind. Da hatten wir ja Glück.
Wir bereiteten wieder unser Nachtessen wie an den Vortagen mit Travellunch und heissem Wasser vor. Genossen das gemütliche sitzen vor dem Zelt. Zum Schlummertrunk für ein Bier sind wir dann ins Zeltplatz-Restaurant gegangen, wo wir uns zu unseren Zeltnachbarn setzten. Da wir das gleiche Hobby hatten, hatten wir uns auch viel zu erzählen. Ja der Regen der lies auch nicht lange auf sich warten. So haben wir uns auch damit beschäftigt wie es Morgen wohl aussehen wird. Sah nicht gerade gut aus. Es sollte jedoch am morgen früh noch schön sein und erst gegen Mittag anfangen zu regnen. So beschlossen wir das wir am nächsten Tag früh loszufahren werden. Etwas spät sind wir dann in unsere Zelte gekrochen.

Sonntag, 10. Juli 2016

Hoch zum Cole de Sommeiller 3. Tag Stella Alpina

Heute sind wir bei Zeiten aus unseren Schlafsäcken raus gekrochen. Haben wir doch was grosses vor. Wir wollen mit unseren GS auf Schotterwegen bis zum Cole de Sommeiller hochfahren. Erwin kochte das Wasser für unseren Kaffee und zum Frühstück gab es wieder unser Müsli. Meines heute mit Schokoladen-Splitter und Erwin hatte ja noch sein Müsli vom Vortag was er tapfer aufass.  Gut sind wir nicht all zu Früh losgegangen, denn wir hätten unsere GS nicht aus dem Motorrad-Knäuel rausgebracht. Gestärkt haben wir uns mit unseren GS auf den Weg gemacht. Für mich war diese bevorstehende Fahrt etwas neues und so hatte ich auch am Anfang so meine Gedanken gemacht. Circa 10 km Schotterwege und über 40 Kehren liegen vor uns bis zum Hochplateau, unserem Ziel, vor uns. Doch nach ein paar Meter und der vollen Konzentration auf das fahrerische sind diese sehr schnell wieder verflogen. Ich voraus und Erwin hinter mir ging es unserem Ziel entgegen. Am Anfang hatte es ziemlich Verkehr gehabt. Waren wir nicht die einzigen die das gleiche Ziel hatten. Und so war auch die Luft voller aufgewirbeltem Staub. Für Erwin ging die Fahrt doch ein wenig zu langsam voran und so überholte er mich und die vor mir herfahrenden Biker. In einer Kehre hat er das Ganze mit seinem Handy aufgenommen. Habe dies jedoch erst im letzten Moment realisiert. Auf der Hälfte der Strecke machten wir beim Verpflegungsposten Halt, den dort konnten wir unser T-Shirt und die Medaille vom Anlass erwerben. Und weiter ging es. Die Strecke wurde immer anspruchsvoller. Doch es machte mir immer mehr Spass, denn das Fahren auf diesen Gelände ging immer besser. Nein besser gesagt recht gut. Für Erwin ein vertrautes Gelände. Auf dem zweiten Teil zum Hochplateau hatte es nicht mehr soviel Bikes was das Fahren erleichterte. Vor einem Schneefeld hörte die Fahrt auf. Wir sind jetzt auf 2825 M.ü.M. Ist es nun wirklich zu Ende? Inspektion des Schneefeldes. Ja, für unsere GS geht es nicht mehr weiter. Wir genossen die Aussicht und das Panorama. Machten die Gipfel-Photos und wir beide hatten ein breites Grinsen im Gesicht. Geschafft!

Jetzt das ganze wieder retour. In einer der ersten Kehren mit vielen grossen Steinen wurde ich von einem entgegenkommenden Biker überrascht, sodass ich die Kehre sehr eng nehmen musste. Ich habe sie doch zu eng genommen und habe meine GS kurzerhand zwischen zwei Steinblöcke parkiert. Zum gefallen der anwesenden, stand meine GS wie ein Fahrrad in einem Fahrradständer. Mit Hilfe einem Biker konnte ich meine Weiterfahrt unter die Räder nehmen. Etwas weiter unten wollte Erwin eine Abkürzung nehmen. Steil den Hang hinauf. Doch leider schaffte er dies nicht und so legte er seine GS hin. Erwin versuchte seine GS wieder hochzukriegen und wieder zurück auf den Schotterweg zu bekommen. Doch hilfsbereite Biker hievten seine GS und ihn drauf wieder zurück auf den Schotterweg. Ausser das ein Blinker abgedrückt wurde hat es ihm und seiner GS nichts gemacht. Den Blinker konnte er wieder anschrauben. In einer der letzten Kehren musste ich kurz anhalten, was nicht ganz ohne Probleme von statten ging. Hatte ich rechts zu kurze Beine und so konnte ich meine GS nur mit Mühe und Hilfe von Erwin das Umfallen verhindern. Zufrieden und müde sind wieder zurück auf dem Zeltplatz angekommen.

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Es war jetzt ca. 13 Uhr. Was machen wir jetzt? Kurz entschlossen haben wir uns entschieden unser Lager abzubrechen und die Heimfahrt anzutreten. Also alles wieder einpacken, Zelte abzubrechen und das Ganz auf unsere GS zu verpacken. Eine Stunde später war es soweit. Abfahrt runter nach Bardonecchia und weiter Richtung Susa und über den Col du Mont Cenis am bis nach Lanslebourg-Mont-Cenis gefahren. War eine sehr schöne und auch zum Teil eine kurvenreiche Strecke. Dort haben wir auf einem Zeltplatz unsere Zelte aufgestellt und seit zwei Tagen wieder eine warme Dusche genommen. Leider meinte das Wetter nicht so gut mit uns. Fing es kurz nachdem wir es uns vor dem Zelt gemütlich gemacht haben an zu regnen. Gut Hatte Erwin noch eine Blache bei sich, so konnten wir die Blachen zwischen den Motorräder und den Zelten aufspannen. Nun konnten wir bei starkem Regen unser Nachtessen wie gewohnt zubereiten und essen. Anschliessend haben wir noch einen Walk ins Dorf gemacht. Aber das Dorf war wie ausgestorben. Ist ja klar warum, Frankreich im EM-Final. In einem Restaurant haben wir noch ein Bier bestellt. Doch es ging nicht lange so mussten wir vor dem Regen uns unters Dach und dann noch ins Restaurant verschieben. Wir wurden von der Wirtin informiert, dass das Restaurant wegen dem Final in 15 Minuten geschlossen wird. Und so wurden wir in den Regen geschickt. Zum guten Glück hatte noch eine Take Away Pizzaria offen wo wir unterstehen konnte. Als der Regen etwas nachgelassen hat sind wir wieder zurück zum Zelt wo wir kurze Zeit später uns auf die Ohren legten.



Samstag, 9. Juli 2016

Anreise 2. Tag Stella Alpina

Die Sonne scheint auf mein Zelt. Also raus aus dem Schlafsack. Es ist 7 Uhr. Kurze Zeit später kam auch Erwin aus seinem Zelt gekrochen. Unser erstes Frühstück, Müsli von Travellunch wird mit Wasser angerührt und Kaffeewasser wird erhitzt. Schon können wir vor dem Zelt unser Zmorgen essen. Mir hat das Müsli mit Beeren geschmeckt. Erwin na ja, Müsli ist nicht sein Favorit und so blieb noch ein Rest für Morgen im Beutel zurück.


Sachen verpacken, Zelt abmontieren und verstauen, Töffklamotten anziehen und dann alles auf die GS verstauen. Und los geht es Richtung Stella Alpina.
Auf Haupt- und Landstrassen cruisen wir gemütlich unserem Ziel entgegen. So gegen Mittag sind wir dann in Bardonecchia angekommen. Dort herrschte ein reges Treiben. Hunderte von Motorräder die ebenfalls zur Stella Alpina unterwegs sind. Wir nutzten die Gelegenheit um unsere GS aufzutanken und unser kleiner Hunger zu stillen.


Es hielt uns nicht lange in Bardonecchia und so machten wir uns auf den Weg zur Hochalm Rifugio Camillo Scarfiotti auf 2156 M.ü.M., wo wir unser Lager einrichten werden. Und das alles auf unbefestigter Strasse. War ein Vorgeschmack auf das was mich noch erwarten wird.
Von der Landschaft habe ich mal nicht viel mitbekommen. Musste mich doch sehr auf das Fahren konzentrieren. Für Erwin war das alles eine Leichtigkeit. Hat er doch einige Erfahrungen in diesem Gelände zu fahren. Oben angekommen wurden wir von einem überwältigtem Panorama empfangen. Rund um uns nur Berge.


In den vielen Motorräder einen Platz suchen für unsere GS. Zeltplatz suchen, alles von den GS abladen und zum Zeltplatz fugen. War ein wenig anstrengend und schweisstreibend. Raus aus den Töffklamotten und los ging es mit dem Zeltaufbau. Nachdem alles aufgebaut und verstaut war machten wir es uns vor dem Zelt gemütlich. Natürlich darf das Bier nicht fehlen.


Wir haben für unser Zeltplatz einen Logenplatz ausgewählt, so konnten wir das Treiben und Ankommen weiterer Motorräder beobachten. Nachdem wir uns von der Strapazen Zelt aufstellen etc. (Smile) erholt haben, machten wir uns auf einen Spaziergang durch all die Motorräder und Zelte. Ist doch interessant was man da alles zum sehen und bestaunen bekommt. Zu guter Letzt sind wir bei der Schutzhütte (Restaurant) angekommen wo wir unser Durst stillten. Doch jetzt macht sich unser Hunger immer mehr bemerkbar. Zurück beim Zelt bereiteten wir unser Nachtessen vor. War einfach. Travellunch-Beutel auswählen, Wasser erwärmen, heisses Wasser in den Beutel giessen und 10 Minuten warten. Und schon ist das Nachtessen fertig. Schmeckt recht gut.
Noch bis spät in den Abend sind weitere Teilnehmer angekommen. Wir machten uns nochmals auf den Weg zum Restaurant für einen Schlummertrunk. Müde haben wir uns auf den Weg zum Zelt, wo wir gleich in die Schlafsäcke verkrochen sind. Ich konnte nicht so schnell einschlafen, da noch einige Teilnehmer ihre Party's hielten. War ein wenig laut.

Freitag, 8. Juli 2016

Anreise 1. Tag Stella Alpina


Um 9 Uhr waren die Motorräder startklar. Nur meine GS hatte kurzfristig Seitenlage, sodass mein Saab die GS auffangen musste, mit Beulen in der Tür. Nichts konnte uns abhalten die Tour zu starten. Nach kleiner Reparatur an der GS konnten wir, Erwin und ich, endlich die Tiefgarage verlassen.

Via Aargau, Bern, Freiburg und Genf sind wir nach Frankreich gefahren. 


Wir haben ungewollt unsere geplante Route verlassen um eine kleine Stadtrundfahrt durch Annecy (1 Stunde bei 35 Grad) im Feierabendverkehr, zwischen Fussgänger, Touristen und andere Verkehrsmitteln zu machen.

Um nicht noch weiter von unserer Route zu entfernen habe ich mich, zum Erstaunen von Erwin, kurzerhand entschieden über einen kurvenreichen kleinen Pass zu fahren.


Kurze Lagebeurteilung wo es weiter lang gehen soll, suchen nach einem Campingplatz, haben wir unser erstes Etappenziel erreicht. Das Zelt haben wir in Saint-Pierre-d-Albigniy, 50 km südlich von Annecy, aufgestellt.

Gesendet mit meinem HTC

Montag, 4. Juli 2016

Route zur Stella Alpina


Die Stella Alpina ist das höchstgelegene Motorradtreffen Europas und findet seit 1967 jedes Jahr am zweiten Wochenende im Juli statt. Weiter Infos zum Stella Alpina Motorrad-Treffen.